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Gemeinsam Ausmisten: 3 Tipps wie du Partner und Familie motivierst

Über den Autor

Claudia ist Ausmist-Coach und Autorin des Buches "Chaospause für Zuhause". Auf Haushaltsfee teilt sie ihr Wissen zur Organisation des Haushalts in Form von Checklisten und Online-Kursen rund um Haushalt, Ordnung halten und Ausmisten. (mehr...)

Dieser Beitrag ist am 18. Mai 2018 erschienen und wurde am 20. Mai 2024 zuletzt aktualisiert.

Du hast bereits Nützliches rund ums Ausmisten erfahren, gelernt und das ein oder andere schon erledigt. Du arbeitest hart daran zu entrümpeln und zu vereinfachen in den Bereichen die für alle im Haushalt zugänglich sind und bei deinen privaten Sachen. Doch dann siehst du den Kram deines Partners, das Chaos der Kinder in ihrem Zimmer und darüber hinaus. Der Partner und / oder Kinder sind vielleicht verwundert, was da plötzlich los ist im Haushalt. Oder sie realisieren eine positive Veränderung und wollen sogar mitmachen. Meist ist leider das erstere der Fall. Hier kommen Tipps zum gemeinsamen ausmisten.

Grundsätzlich ist es so, dass je mehr Leute unter einem Dach wohnen, desto mehr Kram sammelt sich im Laufe der Zeit an. Und je älter die Mitbewohner sind, umso weniger kannst du deren Gerümpel kontrollieren. Bei einem Baby kann man einfach Dinge reduzieren, je älter die Kinder werden, umso schwieriger kann es werden.

Missionieren hilft nicht

Wenn das Ziel gemeinsam ausmisten heißt kommen wir mit „Missionieren“ nicht weit. Statt dessen mit gutem Vorbild vorangehen ist die bessere Wahl, denn sie werden im Laufe der Zeit sehen, wie viel leichter ein ausgemisteter Haushalt den Alltag macht. Der folgende Plan kann dich dabei unterstützen, deinen Partner / den Rest der Familie beim Ausmisten mit ins Boot zu holen.

Probiere aus, was bei deiner Familie funktioniert und umsetzbar ist. Wenn dein Zuhause von unnützem Zeugs befreit ist, hast du viel mehr Raum und Energie die hinzugewonnene Zeit mit Partner / Familie zu verbringen.

Mit gutem Beispiel voran gehen

Wenn du erst mal die Freude am Ausmisten und den spürbaren Erfolg für dich entdeckt hast, kannst du deine Begeisterung vermutlich kaum für dich behalten. Zunächst mit gutem Beispiel voran zu gehen ist der beste Weg, deine Liebsten zu motivieren. Die neu geschaffene Ruhe und Klarheit in den allgemeinen Räumen deines Zuhauses können für deine Mitbewohner der Startpunkt für einen schlichteren Lebensstil sein.

Familie / Partner werden bemerken, dass du weniger gestresst bist und mehr Zeit hast. Dass du weniger Shoppen gehst. Dein Kleinkind erfreut sich daran, dass du mehr Zeit hast zum Spielen und weniger putzt. Und genau da ist der Punkt, an dem du behutsam anfangen kannst, deine Mitbewohner in die gleiche Richtung zu lotsen.

Erfahrungen weitergeben

Außerdem kannst du durch die Erfahrungen die du beim Ausmisten bereits gemacht hast, deine Familie unterstützen. Wenn du so manche Probleme überwunden und Rationalisierungstechniken eingeführt hast, dann kannst du ihnen hilfreich zur Seite stehen. Je mehr du ausgemistet hast, desto mehr wird auch das Gerümpel der anderen ins Auge stechen. Und auf keinen Fall aber solltest du private Dinge von anderen einfach ungefragt entsorgen (außer bei Babys).

Du musst deine Familienmitglieder zu Partnern bei deinen Ausmistaktionen machen. Gemeinsam ausmisten macht viel mehr Spaß. Gerade Kinder lernen so viel von Erwachsenen indem sie beobachten und dann nachahmen. Ich kann das von meinem Kind nur bestätigen und er ist inzwischen großartig darin zu unterscheiden, was er noch behalten will und was nicht.
Zeige den Kindern vor allem, dass sich dein Leben und das Glück nicht um Gegenstände und Besitz dreht. Gehe weniger Shoppen und stopfe deinen privaten Bereich nicht mehr mit unnützem Kram voll. Sondern ziehe gemeinsame Aktivitäten und Unternehmungen vor. So lernen Kinder, was wirklich im Leben wichtig ist.
Bleibe vor allem geduldig wenn der Funke nicht sofort überspringt. Du bist diejenige, die die Freude am vereinfachten Lebensstil vorlebt und verbreitet.

Die Richtung vorgeben

Sicher hat deine Familie schon bemerkt, welchen Spaß und Erleichterung dir das Ausmisten bringt. Vielleicht kam Bewunderung auf, eine positive Bemerkung, was auch immer. Du wirst spüren, wann es an der Zeit ist, deine Mitbewohner einzuladen beim Entrümpeln mitzumachen.

Kleine Projekte

Ich empfehle Partner / Familie zunächst in kleine, gemeinschaftliche Projekte einzubinden oder sie zu übertragen. Die Ramschschublade in der Küche, die Garderobe oder das Innere des Autos sind für den Start geeignet. Auf jeden Fall sollte es etwas sein, womit wenig Emotionen verbunden sind, damit das Loslassen erlernt werden kann.

Familienprojekte

Du kannst aber auch alle ins Boot holen und in einer Gemeinschaftsaktion z. B. Keller oder Garage angehen. Das stärkt das Wir-Gefühl und man würdigt und entlässt gemeinsam ein Stück Vergangenheit.

Erfahre mehr im Ausmistkurs

Dies war nur ein erster Einstieg in das Thema. In einem meiner Ausmist-Kurse habe ich dafür einen ganzen Thementag reserviert.

Dort werden darüber hinaus folgende Themen behandelt:

  • Partner / Familie effektive mit einbinden
  • Grenzen einführen
  • Starte mit Routinen

Mehr Informationen zu meinen Ausmist-Kursen und Termine findest du hier.

FAQ

Hier sind 10 häufig gestellte Fragen und die Antworten dazu:

Wie motiviere ich meinen Partner und meine Familie zum Ausmisten?

Zeige ihnen die Vorteile eines aufgeräumten Zuhauses, wie mehr Platz und weniger Stress.

Mein Partner ist nicht motiviert, sich von altem Kram zu trennen. Was kann ich tun?

Plane gemeinsam, welche Dinge behalten und welche weggegeben werden sollen, um ihn in den Entscheidungsprozess einzubeziehen.

Wie überzeuge ich mein Kind, seine Spielsachen auszumisten?

Mache das Ausmisten positiv, erkläre, wie es anderen Kindern hilft, und beteilige dein Kind aktiv an der Auswahl.

Gibt es eine einfache Methode, um das Ausmisten zu erleichtern?

Versuche die "Eine-Sache-pro-Tag"-Methode, bei der jedes Familienmitglied täglich eine Sache aussucht, die weggegeben werden soll.

Wie halte ich die Motivation meiner Familie hoch?

Setzt realistische Ziele und belohnt euch nach erfolgreichen Ausmist-Sitzungen.

Was soll ich mit den ausgemisteten Dingen machen?

Spende sie an Wohltätigkeitsorganisationen, verkaufe sie online oder organisiere einen Flohmarkt, um Platz zu schaffen und Geld zurückzuerhalten.

Wie oft sollten wir ausmisten?

Einmal im Jahr ist ein guter Ausgangspunkt, aber saisonale Ausmist-Sitzungen können ebenfalls hilfreich sein.

Wie verhindere ich, dass neuer Unrat ins Haus kommt?

Setze gemeinsame Regeln für Einkäufe und frage vor dem Kauf, ob etwas wirklich notwendig ist.

Was tue ich, wenn jemand in meiner Familie emotional an Dingen hängt?

Zeige Verständnis und führe ein Gespräch, um die Bedeutung der Gegenstände zu verstehen. Findet gemeinsam eine Lösung.

Gibt es professionelle Hilfe für das Ausmisten?

Ja, professionelle Organisatoren können bei komplexen Fällen helfen, wenn ihr Schwierigkeiten habt, alleine voranzukommen.

Dein Kommentar

Wie ist es bei dir? Machen Partner und Familie mit beim Ausmisten?

  • Hey,
    bei uns ist es andersherum – meine Mama ist Hausfrau und arbeitet geringfügig von zuhause aus. Sie hätte also viel Zeit das große Haus in Ordnung zu halten. Mein Papa arbeitet den ganzen Tag und kümmert sich um alles andere wie Finanzen, Hof, Auto, Werkstatt; meine Geschwister sind ausgezogen haben aber noch jede ein Zimmer zuhause, und ich arbeite Vollzeit auswärts. Meist verbringe ich den Freitagnachmittag und/oder Samstag mit aufräumen und putzen – außer meine Räume auch in den gemeinsamen wie Flur, Küche, Waschküche – übers Wochenende geht es dann, komme ich Montag nach der Arbeit nachhause sieht es aus wie Freitagmittag. Und meine Mama stört es nicht. Sage ich etwas dazu oder mache Vorschläge, kommt nur „jetzt nicht“, „mach ich dann“ oder „rutsch mir“. Dazu kommt (Beispiel Küche) eine Flut an Dosen und Schüsseln und Töpfen, welche nicht mehr alle in die Schränke passen und meist auf der Arbeitsplatte stehen – welche ergo nicht nutzbar ist. Übertragbar auf fast alle Räume, da sie jeden einzelnen mehr und mehr vereinnahmt. Im Wohnzimmer, dass sie selbst kaum nutzt, stehen Pflanzen die nicht reinpassen und weder Papa noch ich möchten, aber sie besteht darauf dass sie da stehen und jedes Jahr kommt eine dazu. Im Frühjahr habe ich 8 leerstehende und verstaubte Vasen im Haus eingesammelt und in den Keller gestellt – sie hat es gesehen, sich aufgeregt und seitdem keine davon vermisst. Als Ausgleich habe ich eine Vase mit Schnittblumen in die Küche gestellt und wöchentlich Blumen getauscht – das geht gerade nicht, da kein Platz mehr. Ich möchte mich nicht vom Großfamilienprinzip entfernen, ich mag das Zusammenleben und die Aufgabenteilung – aber wie gehe ich damit um, wenn sich ausgerechnet die Person der „Familienleitung“ nicht daran hält und alle anderen darunter leiden?
    Hat jemand Ideen? :) VG

    • Liebe Katja,

      das klingt nach einer schwierigen Situation. Es ist natürlich nicht einfach, wenn sich eine Person nicht an gemeinsame Regeln und Absprachen hält und dadurch alle anderen belastet werden. Vielleicht könnt ihr in einer ruhigen Minute mal das Gespräch suchen und versuchen, die Situation gemeinsam zu lösen. Vielleicht hilft es, wenn ihr klare Aufgabenverteilungen und Zuständigkeiten festlegt und diese auch konsequent umsetzt. Wichtig ist auch, dass alle Familienmitglieder sich an gemeinsame Regeln und Absprachen halten und auch die Konsequenzen tragen, wenn diese nicht eingehalten werden. Vielleicht könnt ihr auch gemeinsam überlegen, welche Dinge wirklich wichtig sind und welche Dinge man auch mal loslassen kann. Vielleicht könnt ihr auch zusammen überlegen, wie ihr das Haus besser organisieren und mehr Stauraum schaffen könnt. Wichtig ist, dass alle an einem Strang ziehen und sich gegenseitig unterstützen. Viel Erfolg dabei!

      Liebe Grüße,
      Claudia

  • Oh je…..hab grad alles sortiert im Bereich tubberboxen. Alle Deckel zu allen Boxen. Da wird meinem Mann eine riesige Plastiktüte geschenkt. Er nimmt sie an obwohl ich gesagt habe, wir haben genug…ebenso zwei wunderschöne Liegen die wir nicht brauchen. Schaffe ich irgendwo Platz, wird er sofort wieder zugemüllt. Habt ihr auch so einen Mann und was tut ihr? Lb. Grüße , Rubi

    • Hallo Rubi,
      das kenn ich. So einen Mann habe ich auch. Eine Lösung habe ich noch nicht gefunden. Wir haben ausgemacht: „Alles hat seinen Platz“ und oft erinnere ich ihn daran, damit er und letztendlich auch ich, nicht soviel suchen müssen, die Sachen an ihren Platz zurückzulegen.
      Grüße Inge

      • Hallo Inge,

        das ist ein guter Ansatz, dass alles seinen Platz hat. Vielleicht könnt ihr gemeinsam festlegen, wo dieser Platz für bestimmte Gegenstände sein soll. Wenn dein Mann Schwierigkeiten hat, sich daran zu halten, könntest du ihm auch visuelle Hilfen zur Verfügung stellen, wie beispielsweise Etiketten an Schubladen oder Regalen, die anzeigen, wo etwas hingehört. Auch könntest du ihm verdeutlichen, wie viel Zeit und Nerven es spart, wenn man Dinge gleich an ihren Platz zurücklegt.

        Liebe Grüße,
        Claudia

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